Vorschau auf die Deutsche Industrie-Messe Hannover 1957 28. April bis 7. Mai

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    15-Jun-2016

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ist umgekehrt proportional der Dampfung der ' lemperatur- wclle und kanii nach GI. (14) beredinlet w'erden. Die Wer te sind in Abb. 10 graphisch dargestellt. Weiin man die Forderung stellt. dai3 die l'emperaturwelle iioch innerhalb der Wan8dunlg des Gerites abklingt, dann wird man die Wandstarke als Einsdrin,gtiefc einsetzen und dafiir die Regelfrequenz ables'en, die crfoanderl'ich ist, uni eine ein- wandfrcie Tcmperierutig zu gewihrleisten. So erkennt man, dai3 darum fur Glas-Viskosimeter mit relativ geringcn Miand- st irken man schon zu Heiz- und Kuhlperiodcn von ca. 5 bis 10 Sek. herahgehen mull, um diese Fortlerung zu erfullen. Beim Struktur-Viskosimeter mit einer 10 mm diclren Stahl- wansd kann man schon vie1 l inger schalten,dc Thermostaten von nur 1 Min. verwend'cn, uad beim Rheometer rnit elin,eni 100 mm dickrn iZluminiuniblock geniigeii schon Schaltperioden von nur 3 Min. Dauer. Bei meterdicken Basaltschichten dringen iiur die jahreszeitl'ichen Temperatur-Schwankungen ein, so dai3 man in vieleii Fallen schon mit tempcraburkonstanten IRild von der jiingsteii technischen Entwicklung auf clieseni su wichtigen Fachgebiet vermitteln. In Gemeinschaft mit dem Fachverband Dampfkessel-, Be- halter- un,d R&l,eitun;gs-Bau wird in diesem Jahr cine Gruppenschau ,,Dampf- und Wasserkraft" veranst'altet. wieder ein groi3er Erfolg werden und gegenuber dem Vor- jahr noch eine Steigermg erfahren. Nachstehend solle,n einige Industrie-Gruppen selbst zu Wort hornmen, D~~~~ anschlie~end werd,en wir $her interes- sante Verb,esserungen und r\Teuentwickl,ungen berichten, Uli- seren Lesern sol1 auf diese W-esise die Moglichkeit gegeben werden, ssich schon vor B,esuch der Messe kurz uber die Aus- stclluiigsfirmen und Produkte, soweit sie unseren Leserkreis betreffen, zu informieren. Die Zusainlnenstellung der aus- stell'enden Firmen ist alphabetisch geordnet und sol1 lediglich einer ersten Orientierung dienen. Wie auch in den vergan- genen Jahren wir'd der Industrieuerlng uon Nernizozcsseii K G . in eiaem eigen,en pavilion pinks E~~~~~~~ zur 1 ~ ~ 1 1 ~ 4, nahe dem Messe-Hauptesingang) den Messe-Besuchern zur Verfiigung stehen. Ein ausfiihrlicher Bericht iiber die Deutsche Industrie-Messe Hannover 1957 enfolgt in 'eiiier spateren Ausgabe dieser &it- schrift. Die khnnoversche Messe 1957 also in jeder Beziehung Weltweit orientierte westdeutsche Chemiewirtschaft Von H . S t n i g c r , Frai~kfurtlM.-Riidelhei,n Die chemische Industrie der Bundesrepublik stellt sich auf der dies jahrigen Deutschen Industrie-Messe in Hannover zu- sammen mit der kunststofferzeugenden und kunststoffver- arbeitenden Industrie in der Halle ,,Chemie und Kunststoffe" (Halle 6) erstmals in breiterem Umfang auch der inter- nationalen Konkurrenz. Neben 74 deutschen Firmen sind in dieser Halle auch Canada, Groflbritannien, Danemark und Schwedeq vertreten, die in mehr als 30 Produktionsgruppen auf der Ffannoverschen Messe ausstellen. W i e jedes Jahr wird Hannover auch jetzt wieder den Beweis liefern, dai3 die tech- nische Entwicklung im Cheniie- und insbesondere im Kunst- stoff -Bereich keinen Stillstand kennt. Neuartige Erzeugnisse oder verfahrenstechnische Verbesserungen werden zweifellos wiederuni eine groi3e Zahl auslandischer Iriteressenten in die Chemie-Halle locken und damit weltweitss Zeugnis von den1 hohen Leislungsstand unserer Wirtschaft und Techiiik auf deni Chernie-Gebiet ablegen. Besonderes Interesse diirften auch die beiden Auslandsaussteller finden, die sich mit atom- wirtschaftlichen Problemen befassen, namlich je eine britisrhe und canadische Firma, wahrend ein deutsches Unternehmeii die fiir die Atoniindustrie so wichtige Reinstgewinnung von Metallen zeigt. Man riihmt der Halle ,,Cheniie und Kunststoffe" narh, da5 sie das Messeangebot dank einheitlicher Standgestaltung in einem eiiidrucksvollen Rahmen zu prasentieren pflegt und da- durcb eine besondere Attraktion der Hannoverschen Messe darstellt. Das grschieht auch in diesem Jahr. Ein intern aus- f;eschriebener Architekten-Wettbewerb ermoglichte eine neue Kaumgestaltung, die die Ausstellerzahl um mehr als 10 "iu erhaht, ohne dai3 der Gesamteindruck der Halle geschwacht wird. Aul diese Weise konnte die chronische Platznot im Chemie- iind Kunststoff-Bereich weiiigstens z. T. gelindert werden. Gleichwohl miissen narh wie vor noch ca. 100 Chemie- und Kupststoff-Aussteller in anderen Hallen, zum groi3eii Teil unter ihren Abnehmern oder Weiterverarbeitern, unter- gebracht werden. Besonderer Wert wird auf den Ausstellungsstanden der Chemie- und Kunststoff-Firmeii wiederum auf echte Fach- beratung gelegt. Der technische Berater hat in Hannover in der Tat Vorrang vor dem Verkaufer erlangt. Diese Entwick- lung des ..Messe-Service" ist in gewisser Weise symptomatisch fur den gesamten Kundendienst, wie er heute in solchen Wirt- schaftszweigen notwendig ist, die in einem dauernden tech- nischen Fortschritt begriffen sind. Der mit hiichster Kunst betriebene Kundendienst, zu dem neben der intensiven Be- ratting auch die prompte Erfiillung kleiner und kleinster Auf- trage zablt, ist zweifellos auch ein Schliissel fur die jungsten Erfolge der westdeutschen Chemie- uiid Kunststoff-Industrie am Weltmarkt. Ausfuhrfordernd wirkten ferner die mas- volle und verantwortungsbewugte Preisgestaltuiig * und nicht zuletzt die bereits erwahnten technischen Fortschritte. wo- durch die chemische Industrie der Bundesrepublik ihren An- schlui3 an die Weitentwicklung halten konnte. Obgleich sich die internationalen Wettbewerbsverhaltnissc im vergangenen Jahr erneut verscharften und der von den Markten ausgehende Preisdruck immer fuhlbarer wurde, hat die westdeutsche chernische Industrie ihren Export wieder um weitere 15Oio auf 3.9 Mrd. DM stcigern konnen. Da der Gesamtumsatz der Chemie 1956 eine Zuiiahme um gut 10"io auf 15.4 Mrd. DM zu verzeichnen hatte, erreichte der Export- Anteil den gunstigen Stand voii annahernd 2.5 Oiu. Diese Export-Quote ist um so hoher einzuschatzen, als der Ausfuhr von Konsumgutern, zu denen die Mehrzahl der Chemie- Erzeugnisse zahlt, nach wie vor Heminnisse handelspolitischer oder zahlungstechnischer Art entgegenstehen, wahrend die Investitionsguter am Weltmarkt bevorzugt werden. Hinzu konimt, dai3 in manchen Chemie-Bereichen eine welt- weite Uberkapazitat bestelit, die noch standig durch Errich- tung neuer Fabrikationen, insbesondere in den sog. Entwick- lungslandern, vergroi3ert wird. Dies gilt z. B. fur das Gebief der Teerfarben, deren Ausfuhr (einschl. Zwischenprodukte) demzufolge 1956 auch effektiv um ca. 10 Mill. auf rd. 264 Mill. DM zuruckging. Gerade hier mui3 es kiinftig darauf ankommen, durch die Herausbringung- van Spitzenqualitaten oder Spezialitaten dem Ausland zu beweisen, dai3 die Lei- stungsfahigkeit eines Wirtschaftszweiges in hohem Mafie an die Tradition gebunden ist, vor alleni an die Erfahrungen eiiies Stabes von M7issenschaftlern und Teclinikern. Auch in der Vermittlung dieser Erkeiintnis kann Hannover wertvolle Schrittmacher-Dienste leisten. Die Entwicklung des Chemie-Exports in1 ,Jahre 1956 nach Sparten denionstriert andererseits sehr augenfallig, wie der technische Leistungsstand, basierend aul eiiier hochstehenden wissenschaftlichen Forschung, zur Erhaltung und Verbesserung des Ausfuhr-Volumens beitrageii kann. So hat sich z. B. die westdeutsche K u n s t s t o f f - Ausfuhr - sieht man von der heterogenen Sparte der Industrie-Chemikalien ab - binnen weniger Jahre an die Spitze aller Chemie-Sparten gesetzt und macht jetzt bereits 9.3 des gesamten Chemie-Exports aus. Allein von 1955 auf 1956 war bei den Kunststoff-Roh- stoffen eine Ausfuhr-Steigerung um mehr als 22" lu auf 363.4 Mill. DM (einschl. Folien) zu verzeichnen. Ebenso eindrucksvoll ist die Entwicklung- des Aurlnnds- geschaftes in E r z e u g n i s s e n verlaufen. Hier betrug die Export-Zunahme 1956 sogar rd. 25 U/u auf 348.5 Mill. DM. Besonders bemerkenswcrt ist, dafi die zubereitete Ware, die wertma5ig vie1 starker ins Gewicht fallt als die Bulkware, im vergangenen Jahr ihre seit lan- p h a r m a z e u t i s c h e n '' vgl. ,,Chemiewirtschait iibte Preisdisziplin", Fettc e Seiten . Anstrichmittel 58, 11 14 [ 195G]. 273 F E T T E . S E I F E N 4 N S T R I C N M I T T E L 59 Jahrqanq Nr 4 1951

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