Von der Mine bis zum Konsumenten Die Wertschöpfungskette von Mobiltelefonen

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    04-Feb-2016

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Von der Mine bis zum Konsumenten Die Wertschpfungskette von Mobiltelefonen. Institut SDWIND von: Caroline Glatte und Friedel Htz-Adams. Gliederung. Was ist drin? Rohstoffe Produktion Nutzung Kontrolle Lsungsanstze Weiterfhrendes Material. Was ist drin?. - PowerPoint PPT Presentation

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  • Von der Mine bis zum Konsumenten

    Die Wertschpfungskette von MobiltelefonenInstitut SDWIND von: Caroline Glatte und Friedel Htz-Adams

  • Was ist drin?RohstoffeProduktionNutzungKontrolleLsungsanstzeWeiterfhrendes MaterialGliederung

  • Was ist drin?Zusammensetzung eines Mobiltelefons

  • Schtzungen zufolge wurden 2011 weltweit fast 1,8 Mrd. Handys verkauft und diese enthielten:

    16.000 Tonnen Kupfer 6.800 Tonnen Kobalt 450 Tonnen Silber 43 Tonnen Gold Quelle: Hagelcken 2012: 5Was ist drin?Metallische Rohstoffe summieren sich

  • Rohstoffe

  • Rohstoffe: DR KongoTantal

  • Das Metall Tantal ist im Erz Coltan enthalten

    Frderung entlang der Flsse mit einfachen Mitteln

    Nutzung von Tantal in der Elektronikindustrie: Bau von Kondensatoren

    1996 Beginn des Brgerkriegs: Rebellen finanzierten den Kampf durch den Verkauf von u.a. metallischen Rohstoffen wie z.B. Coltan

    Schwere MenschenrechtsverletzungenRohstoffe: DR KongoTantal und der Brgerkrieg

  • Rohstoffe: DR KongoTantal und der Brgerkrieg

  • Grasberg-Mine: Enteignung ohne Entschdigung fr die lokale Bevlkerung

    Einsatz von Polizei und Militr gegen Widerstand bei UmsiedelungRohstoffe: West PapuaKupfer und Gold

  • Rohstoffe: West PapuaKupfer und Gold

  • Bewohner suchen illegal nach Goldresten am Fue der Freeport-Mine Foto: Dietrich Weinbrenner/ MWe WestfalenVerseuchung des Grund- und Trinkwassers und Schdigung des Regenwaldes durch Entsorgung der Produktionsreste in Flssen

    Zerstrung der Lndereien hat Viehzucht und Ackerbau unmglich gemachtRohstoffe: West PapuaKupfer und Gold

  • Aluminium wird aus dem Erz Bauxit gewonnen > hoher Energieverbrauch

    Vorteile fr die Elektronikindustrie: leicht, stabil, ungiftig und gut zu recyceln

    Menschenrechtsverletzungen durch Umsiedelungen und UmweltzerstrungRohstoffe: IndienAluminium

  • Produktion

  • Produktion Wichtigste Hersteller von Mobiltelefonen und Smartphones (2011)

  • Produktion: China Zulieferfabriken

  • Grter Zulieferer fr Elektronikprodukte: Taiwanesischer Konzern Foxconn

    Arbeitsrechtsverste und Umweltbelastungen

    2012 Bericht der Fair Labor Association (FLA)

    Missstnde auch in indischen Fabriken in Freien ExportzonenProduktion: China und Indien Zulieferfabriken

  • Produktion: China Zulieferfabriken

  • Nutzung

  • NutzungMarktanteile in Deutschland (Prognose vom 18.10.2012)

  • NutzungNutzung der Mobiltelefone (2011) Kinder und Jugendliche 10-18 Jahren

  • NutzungGertebesitz von Jugendlichen (2011)

  • John Ruggie UN-Sonderbeauftragter fr Wirtschaft und Menschenrechte (2005-2011) fordert:

    Regierungen sind in der Pflicht, Menschenrechte in der Wirtschaft durchzusetzen

    Unternehmen mssen jede Komplizenschaft beim Bruch von Menschenrechten durch staatliche oder nichtstaatliche Akteure vermeiden

    Juni 2011: Abschlussbericht KontrolleVereinten Nationen

  • Zentral fr Ruggie: Sorgfaltspflicht (due diligence) Unternehmen mssen

    in ihrer tglichen Geschftspraxis Mechanismen aufbauen, um die Einhaltung der Menschenrechte sicherzustellen

    mssen gewhrleisten, dass sie in allen Geschftsablufen nationale Gesetze und die Menschenrechte einhaltenKontrolleDue diligence

  • Einhaltung der Menschenrechte und nationale Gesetze in ihrer gesamten Wertschpfungskette

    Identifizieren von Unternehmensrisiken

    Regelmige berprfung der Unternehmensaktivitten auf tatschliche und etwaige Verste gegen die Menschenrechte

    Einbeziehung der Verpflichtungen und Bewertungen in interne Kontroll- und Aufsichtsmechanismen

    Zugang zu Rechtsmitteln und Wiedergutmachung fr Opfer von MenschenrechtsverletzungenKontrolleUN-Leitlinien fr Unternehmen

  • Anlehnung an due diligence: berarbeitung der OECD-Leitstze fr multinationale UnternehmenDurchsetzung der Menschenrechte Unabhngige Audits

    ILO-Kernarbeitsnormen als Mindeststandards

    ProblemeFreiwillige Selbstverpflichtung der Unternehmen statt rechtsverbindliche Gesetzekeine Sanktionsmechanismen KontrolleOECD und ILO

  • UnternehmensinitiativenInternational Council on Mining and Metals (ICMM)Responsible Jewellery Council (RJC)ITRI: Tin Supply Chain Initiative (iTSCi)World Gold CouncilGlobal e-Sustainability Initiative (GeSI)Electronic Industry Citizenship Coalition (EICC)

    NGO InitiativenPublish What You Pay (PWYP)Alliance for Responsible Mining (ARM) fr GoldKontrolleTransparenz frdern

  • Multi-Stakeholder Initiative Extractive Industries Transparency Initiative (EITI)

    Initiative der Entwicklungszusammenarbeit: BGR: Certified Trading Chains (CTC) und Fingerprint

    Regierungsinitiativen: International Conference on the Great Lakes Region (ICGLR)OECD-Leitstze fr multinationale UnternehmenOECD-Richtlinien fr KrisengebieteUSA: Dodd-Frank-ActEU-TransparenzdirektiveKontrolleTransparenz frdern

  • US-Gesetz vom Juli 2010 ber Handel und Verbrauch von metallischen und energetischen Rohstoffen

    1502 Brsennotierte Unternehmen der gesamten Wertschpfungskette mssen Herkunftsnachweise von Rohstoffen aus der DR Kongo und den Nachbarlndern vorlegen Ziel: Vermeidung von Konflikten

    1504 Offenlegung der Zahlungen an Regierungen der Frderlnder aufgeschlsselt nach Regierungen und ProjektenKontrolleDodd-Frank-Act

  • Oktober 2011: Entwurf neuer Transparenzregeln

    Greift weiter als Dodd-Frank-Act, da Einbezug vonHolzindustrieGroe nicht-brsennotierte Unternehmen

    Widerstand durch massive Lobbyarbeit der Industrie und des Bundesministeriums fr Wirtschaft und Technologie (BMWi)Drohende Abschwchung der Standards aus BrsselKontrolleEU-Transparenzdirektive

  • Die Regierungen

    Rohstoffunternehmen

    Hersteller der Gerte

    Netzbetreiber: Geschftsmodelle reformieren

    Verhaltensnderungen bei Kundinnen und KundenLsungsanstzeBeteiligte Akteure

  • Entwicklung einer Recyclingstrategie fr die Elektronikbranche

    Export des Elektroschrotts in Entwicklungslnder vermeidenLsungsanstzeRecycling

  • LsungsanstzeRecyclingmglichkeiten fr Handynutzer Deutsche Umwelthilfe, Telekom und Wirkaufens: http://www.handysfuerdieumwelt.deNABU und E-Plus: http://www.nabu.de/themen/konsumressourcenmuell/waskannichtun/handyrecycling/index.html

    Vodafone: http://www.vodafone.de/unternehmen/handy-recycling.html

  • LsungsanstzeRecyclingmglichkeiten fr Handynutzer Wirkaufens: http://www.wirkaufens.de/gglsem_refid16?wkrefid=16

    WWF und O2: http://www.o2online.de/hilfe/handys/handyrecycling/

    Zonzoo: http://www.zonzoo.de/?utm_source=googleadward&utm_campaign=google&gclid=CJXbnPWC77MCFUmN3godhCAAnA

  • Germanwatch e.V.: www.germanwatch.org/corp/it-unt.htm

    Bundesministerium fr Bildung und Forschung (BMBF): http://www.bmbf.de/pub/rohstoff_expedition.pdf Weiterfhrendes MaterialInternetseiten

  • Kontakt: huetz-adams@suedwind-institut.de

    www.suedwind-institut.de

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