Vegetative Störungen Nach Encephalographie

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    14-Aug-2016

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  • 2I. DEZE~{BER ~935 I i L IN ISCHE WOCHENSCl tR IFT . 14 . JA I - IRGANG. Mr. 51

    in diesem Fall einen Nachweis sowohl des m~nnlichen als such des weiblichen Keimdrtisenhormons; Androkinin wurde in 3 Tagen in einer Menge yon 8O--lOO HE. (mit der PKR.), Thelykinin in relativ geringer Menge von 15--2o ME. pro Liter Urin ausgeschieden. Ftir die Frage nach der Herkunft der ausgeschiedenen Keimdrfisenhormone ist in diesem Falle eine Erkl~rungsm6glichkeit eher gegeben; man wird in dem Tumor des Hodens und seinen Metastasen die Quelle der Hormonproduktion suchen k6nnen. Bei ~hnlichen FMlen der Literatur (z. t3. OESTERREICHER : 35 j~ttlr. Mann mit Hoden- atrophie; B. ZONDEK: Hemikastrat, weicher Tumor, kein normales Hodengewebe mehr tastbar) wurde Thelykinin im Urin nicht nachgewiesen.

    Die hier aufgezeigten Untersuchungen, besonders die Befunde des erw~hnten Kastraten, zeigen, dab ein positiver Nachweis yon Keimdri~senhormonen im Urin nicht als Beweis f,gtr die Funktionsti~chtigkeit der Keimdri2sen anzusehen ist. O~STERnEICH~n schliel3t aus dem Vorhandensein yon weib- lichem Keimdr/isenhormon beim Mann bis ins hohe Alter, dab der Mann im Gegensatz zur Frau immer eine funktions- tfichtige Keimdrtise besitze und ein Klimakterium virile dem- nach nicht bestehen k6nne. Diese Folgerungen miissen nach unseren Untersuchungen zum mindesten als fraglieh an- gesehen werden. Wir wissen aul3erdem z. B. aus den Unter- suchungen yon LANCE fiber die Folgen der Kastration im liriege, dab Libido und Potenz yon dem Vorhandensein der Iieimdriisen sehr h~ufig unabh~ngig sind, und dab Alter nnd psychische Faktoren hier eine erhebliche Rolle spielen. Jeden- fails scheint aIlein aus den Hormonbefunden im Urin eine Entscheidung der Frage, ob es ein m~nnliches Klimakterium gibt, nicht m6glich.

    Welchen Ursprung die im Urin yon alten Frauen und MXnnern nachgewiesenen Keimdrtisenhormone haben, wissen wir noch nicht. Nur soviel l~Bt sich sagen, dab sie sehr wahr- scheinlich extragonadal (ZONDEK) entstehen, und dab das in der Nahrung zugeffihrte Hormon ffir diese Ausscheidung keine wesentliche Bedeutung hat.

    Zusammen/assung: Die ,,percutane Kammreaktion" am Kapaun hat sich als ein wesentlich empfindlicherer Test auf m~nnliches Keimdrfisenhormon erwiesen als das bisherige intramuskul~re Testverfahren. Die mit dieser Methode be- stimmte I-Iormonansscheidung betr~gt lOO--25o HE. Andro- kinin pro Liter Urin beim Manne. l~ei M~nnern und Frauen lieB sich bis ins hohe Alter elne geringe Ausscheidung sowohl yon mSmnlichem als auch weiblichem Keimdriisenhorrnon nachweisen; die Herkunft dieser Hormone ist noch ungeld~rt. Bei einem mgnnlichen Kastraten wurden auffallend hohe Mengen yon weiblichem Keimdriisenhormon im Urin nach- gewiesen, daneben geringe Mengen mgnnlichen Hormons. Das Vorhandensein yon Keimdrfisenhormon im Urin beweist nicht die Funktionstiichtigkeit der Keimdrfise. Die Frage nach dem Vorhandensein eines Klimakterium virile ist daher dutch Hormonuntersuchungen im Urin nicht zu ent- scheiden.

    L i te ra tur : B INGEL, Dtsch. Z. Nervenheilk. 135, 214 (1935). - - BOI~LE~, Z. exper. Med. 68, 35 ~ (1929). -- E~a, Biochem. Z. 27i, 37 ~ (1934); 274, 208 (1934). -- F~I~L~E~, Klin. Wschr. x925, 1651. -- FlJssai~aEa, Med. u. Chem. 2, 194 (1934). -- GLIM~ U. WAI)~I~I~, Biochem. Z. 219, 155 (1929). -- O~S~R~ICI~EI~, Klin. \Vschr. 1933, 896; 1934, lO19. -- ZONDEK, Klin. Wschr. 1932, 274. -- ZONDEt~ U. V. EIJLER, Skand. Arch. Physiol. (Berl. u. Lpz.) 67, 259 (1934).

    VEGETAT IVE STORUNGEN NACH ENCEPHALOGRAPHIE .

    (I. Mitteilung.) Yon

    HEINZ BOETERS. Aus der Psychiatrisehen und NervenkIinik der Universitgt Breslau

    (Direktor: Prof. Dr. J. LANGE.)

    In den phylogenetisch Mtesten Teilen des Zwischenhirns, im zentralen H6hlengrau und im Hypothalamu_s, liegt eine Reihe vegetativer Zentren, deren Bedeutung als fibergeord-

    1829

    nete Regulationsstellen der vegetativen und Stoffwechsel- vorg~nge durch das Studium ldinischer und experimenteller Ausfallserscheinungen immer deutlicher erkannt wuTde, Neben der Versorgung der glatten Muskulatur und der ex- kretorischen Drfisen, der Thermoregulation und der Vaso- motilit~Lt fiberhaupt, steht auch das gesamte innersekre- torische System weitgehend nnter dem Einflul3 des Di- encephalons. Seit den klassischen Versuchen yon CLAUDE BERNARD haben wir gelernt, dab der Zuckerstich den Glyko- genstoffwechsel grundlegend ver~ndert, tells direkt durch nervSse Wirkung auf die Leberfunktion, teils innersekretorisch durch Beeinflussung yon Pankreas und Nebennieren. StSrun- gen des Wasserhaushaltes nach Art des Diabetes insipidus, auch Hyperglyk~mie und Glykosurie bei akromegalen Ver- ~nderungen, die friiher ausschliel31ich auf StSrungen und Aus- fall der Hypophysenwirkung bezogen wurden, kSnnen, wie heute aul3er Zweifel steht, durch Verletzungen der Zwischen- hirnbasis bei vSllig intakter oder total exstirpierter Hypo- physe hervorgerufen werden, w~hrend HypophysenstSrungen allein diese Wirkung vielfach niche haben. Auch weitere Beobachtungen bei EiweiB- und FettstoffwechselstSrungen lassen in ~thnlicher Weise die Bedeutung regelnder Zentren des Zwischenhirns erkennen.

    Im Rahmen dieser FragestelIung stehen noch manche Einzelprobleme often, an deren IZH~rung yon vielen Seiten her gearbeitet wird. LTber tierexperimentelle Ergebnisse wird aus der hiesigen Klinik sparer berichtet werden. Hier sollen zun~chst einige pathologisch-physiologische IResultate mitgeteilt werden, die sich bei Encephalographien am Menschen ergeben haben.

    Die lumbale Luftffillung der Ventrikel, in geringerem ~aBe auch der Liquor-Lnftaustausch nach Suboccipital- und Ventrikelpunktion kann neben allgemeinem J3belbefinden und gelegentlichem Erbrechen zu vorfibergehenden St6rungen der Thermo- und SchweiBregulation ffihren. Gerade zu Be- ginn der 7ira der Encephalographie, als die Ausdehnnng der eingeffihrten Luft durch die K6rperwXrme und der deshalb erforderliche Mengenabstand zwischen entnommenem Liquor nnd eingeffihrter Luft noch nicht genfigend berficksichtigt war, wurden solche StSrungen, zum Teil bedrohliehen Charak- ters, h~ufiger beobachtet (FOERST]~R). Diese Tatsache, ebenso auch ~hnliche Beobachtungen bei Balkenstich und nach In- jektionen von Jodnatrium zur Liquorpassageprfifung liel3en schon seit langem den Gedanken aufkommen, dab Ver- ~nderungen der intraventrikulS~ren DruckverhXltnisse und yon da ausgehend eine vorwiegend mechanische Beeinflussung der hypothaJamischen Zentren die Ursache solcher vegetativer StSrungen darstellen diirfte. Unter diesem Gesichtspunkt hat HOFF darauf verwiesen, dal3 die Encephalographie experi- mentelle Bedingungen schafft und in Verbindung mit der Beobachtung yon F~llen organischer HirnlAsionen genauere Einblicke in den Ablauf und die Wechselwirkung der zen- tralen vegetativen Regulationsmechanismen erlaubt. Bei Luftffillungen der Hirnhohlr~ume nach Suboccipital- and Ventrikelpunktion konnte HOFF am Menschen nnd im Tierversueh nachweisen, dab das morphologische Blutbild einer zentralen Regulation unterliegt. In kurzen Beispielen sind ferner Beobachtungen angegeben, dab die dutch Luft- fiillung bewirkte Hirnreizung eine Gesamtumschaltung des vegetativen Systems mit Temperatur- und Umsatzsteigerung, Acidose, Hyperthermie und Hyperglyk~mie hervorruft. Gleichzeitig erfolgen nicht ganz regelm~Bige Schwankungen der Kalium-, Calcium- und Cholesterinwerte. fihnliche Er- gebnisse kamen in F~llen yon organischen HirnlXsionen und bei spontanem und experimentell erzeugtem Fieber (Pyrifer) zur Beobachtung.

    Bei den in der hiesigen I~linik vorgenommenen Encephalo- graphien wurden in den letzten Jahren Reihenuntersnchungen durchgeffihrt, die einer eingehenderen Kl~rung der vege- tativen Funktionszusammenh~nge dienen sollen und einer Analyse der StSrungen, wie sie durch die Reizwirkung der eingeffihrten Luft ausgelSst werden, Besondere Berficksich- tigung fanden dabei die Fragen, inwieweit Alters- und Krank- heitsgruppen bei dem gleichen experimentellen Reiz. wie ihn

  • z83o I ( L IN ISCHE WOCHENSCHRIFT . 14 . JAHRGANG. Nr. 51 21. DEZEMBER 1935

    die Encephalographie darste]lt, Unterschiede der Reaktion erkellnen lassen, Ierner aueh, ob die vegetativei1 Eillzelfunk- tionen gradm~Big ulld in zeitlicher ]3eziehllng gleich- oder verschiedenartig ver~ndert und gest6rt werden. Wit be- sprechen im folgenden unter diesem Gesichtspunkt zun~chst die Ergebnisse einer Serie yon Blutzuckerbestimmullgen bei und nach Encephalographie, zmn Teil im Zusammenhang mit Fragen der St6rung yon Thermoregulation und Blutbild.

    Die Blutzllckerbestimmungen (naeh H~G~DO~-J~zsEN) wurden jeweils doppelt am nfichternen Krallkell vor und ullmittelbar nach der Encephalographie und w~hrend der folgenden 3 Stunden in z/~- bzw. Z/~sttindigem Abstand vor- genommell. Die Encephalographien wurden lediglich auf lumbalem Wege ansgeffihrt.

    Ill s~mtlichen F~llell lagen die Nfichternblutzuckerwerte vor dem Eingriff im Bereich der Norm (etwa 8o--12o mg %). Unmittelbar nach der Encephalographie erfolgte, ebenfalls bei s~mtlichen F~llen, ein rascher Anstieg des Blutzllcker- spiegels, der meist Werte yon 13o--i6o, gelegelltlich auch 18o--2oo mg%, erreichte. Etwa z/~--iz/~ Stullden nach der Luftftillung der Ventrikel kam es zu einem steilen Abfall des Zuckergehaltes im Blur. Nach durchschnittlich 2-- 3 StundeI1

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    130 I ~ ~' i ,d , l '%, x , ~ ~ ,, ~zo ~1 r I ",i ' "

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    Abb. ~, BeispMe for Blutzuckerkurven nach Encephalo~raphie.

    waren die normalen Ausgallgswerte ill der Regel wieder er- reicht oder um ein geringes unterschritten. Ausgesprochen hypoglyk~mische Nachschwallkungen habell wir nicht beob- achtet. Abb. I zeigt den Verlauf yon 3 dieser typischen Blut- zuckerkurven nach Ellcephalographie.

    Es ist bekannt, dab der Blutzuckerspiegel des Stoffwechsel- gesunden bei emotionellen Einwirkungen schwanken kann (vgl. u. a. die Versuche yon DERRIEN und PIt~RON, Ierner van" DER SCHEER). In entsprechendell Kontrollversuchen auch bei Psychotischen mit schwerem Angstaffekt, bei Kollabierten oder in akuten Erregungszust~lldell haben wit aber nie derart erhebliche )i_nderungen des Zuckerspiegels beobachtet. Demnach kanll als wahrscheinlich gelten, dab die kurzdauerllde Hyperglyk~mie naeh Encephalographie nicht in entscheidendem Mage als Folge einer psychischen Reaktion auf den Eillgriff selbst aufzufassen ist. SENIN land andererseits nach Lumbalpunktiollen eine hypoglyk~nlische Reaktion, die er im wesentlichen auf die Shockwirkung der Pllllktion bezog. -- Ill weiteren Kontrollversuchen haben wit die Wirkung yon Morphin-, Palltopon- bzw. Hyoscindosen auf den Blutzuckerspiegel ntichterner Kranker untersucht, weil vor der Encephalographie in der Regel kleinere Mengen yon Opiaten bzw. Hyoscin gegebell werdell. Bei Kranken, die all Morphin- und Scopolamillwirkung llicht gew6hnt waren, ergabell sich abet selbst bei Illjektionell bis zu o,o2 Pantopon keine Zuckerver~nderullgen fiber die Fehlergrellze hinaus. Da im AnschluB an die Ellcephalographie in jedem Falle eine

    Reihe yon R6ntgenaufnahmen gemacht wurden, war schliel3- lich daran zu denken, dal3 die sprunghaften Ver~,nderullgen des Zuckerspiegels eille Reizwirkung der R6ntgenstrahlen darstellen k611nten. Gegell diese Annahme schien in erster Linie zu sprechen, dab bei unseren Befunden in der Regel schon unmittelbar nach AbschluB der Encephalographie, bevor R6ntgenaufnahmen vorgenommell waren, eine ein- wandfreie Hyperglyk~mie llachweisbar war. Gleichwohl wurden auch bier Kontrollversuche ausgefiihrt. Der Nfichternblutzuckerwert konnte aber bei Stoffwechselge- sunden selbst dutch die 2--3lathe Strahlenmenge, die bei einer Serie yon Sch~delaufnahmen in Anwendung kommt, nicht einheitlich und in deutlicherem MaBe ver~ndert werden.

    Die sprunghaften Blutzuckeranstiege nach Encephalo- graphie mfissen demnach in der Tat Ms Ergebnis einer Reizung zentraler Regulationsmechanismen, verursacht durch die eingeblasene Luft, angesehen werden. Es kommt ein steiler Anstieg der Blutzuckerkurve zustande, der einer Hyper- glyk~mie nach peroraler Zufuhr yon ioo g Traubenzucker entspricht oder sie gar noch fibertrifft. Diese St6rung des Zuckergehaltes ist sehr flfichtig und nach kurzer Zeit kor- rigiert.

    In der folgenden tabellarischen ~lbersicht sind die Befunde bei 45 F~llen yon Encephalographie eingetragen. Neben dem Allfangswert sind jeweils die relative Blutzuckersteigerung nach dem Eingriff und augerdem eillige Daten fiber die Ver- suchsbedingungen angegeben.

    Hier f~tllt zun~chst auf, dab in der Gruppe der Kinder nach Encephalographie die relativ ulld absolut h6chstell Blutzuckeranstiege beobachtet werden. Bei einem 7j~hrigen Idioten (Fall 8) mit hochgradigem Hydrocephalus und einem gleich alten M~dchen mit epileptischen Anf~llen nach Heine- Medillscher Krallkheit (Fall 15) Iinden wir Steigerungen der Zuckerwerte um fiber IOO%. Nhnlich hotle Blutzucker- anstiege linden wit auch bei 2 weiteren M~tdchell nach Ence- phalographie; ill einem dieser F~lte handelt es sich um ein 8j~hr: Kind mit herdepileptischen Anf~.llen, in dem anderen um ein I2j~hr. Mgdehen mit Encephalomyelitis. Diese be- sondere Empfindlichkeit stimmt ganz mit dem fiberein, was wit sonst fiber die LabilitS~t des. kindlichen Gehirns gegenfiber vegetativen Reizen wissen. Es sei nur kurz an die Wirkung yon Morphinderivaten bei Kleinkindern erinllert.

    Das Material an erwachsenen encephalographierten Per- sollen, die keine lleurologisch-psychiatrischen Auff~tlligkeiten bietell, mug natfirlich sehr klein sein, da die Indikation zur Encephalographie nut unter strengen diagnostischen Gesichts- pllnkten gestellt wurde. Wir verffigen bier fiber 3 FXlle: einen Pseudodementen, bei dem allfangs ein gewisser Ver- dacht auf einell atrophischell Hirllprozel3 bestand, weiterhin eine Frau, bei der eine genuine oder sonstwie organisch be- dingte Epilepsie sparer ausgeschlossen werden konllte und ein M~dchen nach Operatioll eines SchXdelknochentumors dhne sicheren organischen Hirnschaden. Auch bier betragen die Blutzuckeranstiege nach Encephalograp.hie 59--85% (Fall 1--3).

    Nhnliche Ergebllisse findell sich auch bei den Angeh6rigen des schizophrenell Formenkreises (schizophrene Defekt- und Elldzust&llde; Fall 4--6), bei denen auf Grund der encephalo- graphischen und sonstigen klinischen Ergebnisse der anf~llg- liche Verdaeht auf organisch-cerebrale Ver~nderungen aus- geschlossen werdell konnte. Selbstverst~ndlich stellen gerade diese Kranken Grenzf~lle und nicht ein repr&sentatives SchizophrelliemateriaI dar. Auch bei 2 F~tllen yon alten Erweichungsherden nach Hirnblutung (Fall 32, 33) ergeben die Blutzuckerbefunde eine deutlich e postencephalographische HyperglykXmie.

    Bei der Mehrzahl unserer Encephalographief~lle, bei denen wir Zuckerkurven angelegt habell, handelt es sich um epi- leptische und epileptiforme St6rungen. In dieser Gruppe, sowohl bei genuiner Epilepsie, als auch bei den symptomatischell und ausgesprochenell herdepileptischen F~llell ist die Hyper- glyk~.mie nach der Luftffillung ebenso deutlich ausgeprAgt, wie bei den vorherbesprochenen Krallkheitsgruppen. Es f~llt

  • ai . DEZEMBER z935 KL IN ISC I . IE WOCHENSC

    Blur- und L iquorzuckerwer te bei Encephalographie .

    Nr. Name Diagnose

    i Blutzucker t

    Liq .... Luft vor "~ ~ " Ider I~1~ '-~ aus- :o ~ ! ~

    0~ Encephalo- *~ N [ graphie

    ccm rag% ]mg% %

    9 I o

    I I 12

    13 14 15

    16 17 18 19 2O

    2 I

    22

    23

    24

    25 26 27 28 29 3 ~ 31 32 33 34

    35 36 37 38 39

    4 ~

    41 42 43 44 45

    E. .

    L.E.

    E.W.

    A.G.

    E.T. K.B.

    W. 2CL

    R.G. F.K.

    K.D. M.Z.

    E.Z. M.S. L.P.

    I .F. R. J . B.V. A.N. W.W.

    mysterische AnfMle Beobachtungsergebnis:

    Keine Epilepsie Sch~delknochen-

    geschwulst Schizophrener Defekt-

    zustand Schizophrener Delekt-

    zustand 3/Iotilit~tspsychose

    Hydrocephalus. Me- ningitis serosa

    Idiotie. Hydrocephalus int. Epilepsie Herdepilepsie

    Hydrocephalus. Epi- lepsie

    Epilepsie, Rindencyste Epilepsie. Hydroce-:

    phahs Herdepilepsie

    Epilepsie (symptom.?) Epilepsie nach spinaler

    Kinderl~hmung Genuine Epilepsie Genuine Epilepsie Genuine Epilepsie Genuine Epilepsie

    Verdacht auf genuine Epilepsie I

    Epilepsie. Hydroce- phalus int.

    Epilepsie (genuin ?) Epilepsie. Geburts-

    trauma. Hydrocephalus Genuine Epilepsie.

    Hydrocephalus Genuine Epilepsie

    Traumatische Epilepsie Epilepsie (genuin ?)

    Herdepilepsie Genuine Epilepsie Genuine Epilepsie

    Herdepilepsie Alter Erweichungsherd

    Erweichungsherde Tumor der rechten

    Zentralregion Kleinhirntumor

    Multiple Gliomatose Schl~fenlappentumor

    Hirntumor ? Verdacht auf atrophi-

    schen Prozeg Atrophischer Rinden-

    prozeg Picksche Atrophie Encephalomyelitis

    Progressive Paralyse Progressive Paralyse Progressive Paralyse

    5 ~ 3 ~

    22

    lO5:9OllO4 95:85 78

    90:80 82

    31 lOO:9O

    38 loo:go

    29 78:68 39 lOO:9O

    7 95:85

    15 lOO:9O 37 80:70

    34 lOO:9O 9 6o:5o

    12 60:50 34 90:80 7 60:50

    13 5

    13 2O

    31

    55

    21 21

    28

    3 I 36 38 16 17

    41 42 37

    54 45 55 39 49

    38

    46 I2

    33 37 37

    50:40 48:43 85:75

    IOO:9O

    lO5:8o

    8o:7o

    95:851 9o:8o

    lOO:9O[ 90:80 I 9o:8o 90:8o 4o:35 I 8o:7oi 8o:7 o~ 9o:8o

    8o:7o[ 9o 8o 95:851

    lOO:9O I lOO:9O

    IOO:9O i

    90:80[ 85:75 6o:5o 75:65 9o:8o

    88

    96

    88 lO 4

    78

    96 99

    96 27 Ioo 35

    114 25 85 66

    lO 3 lO2

    lO2 77 lO8 74 87 63 80 69 95 85

    lO8 32

    92 54 97 33

    114 3 ~

    81 53 ioi 48 88 5 ~

    lO 5 66 86 77 87 84 94 ioo

    lO8 87 lO8 34 97 42

    96 28 92 42

    lO2 12 93 36 93 41

    89 63

    84 19 98 80 93 18 99 113 14 91 125 37

    aber auf, dab gerade dort, wo schon fiber Jahrzehnte epilep- tische Anf~lle bestehen und im Ventrikulogramm ein deut - licher Hydrocephalus nachweisbar ist, nur eine wesentlich geringere Irritation der vegetativen Zuckerregulierung im AnschiuB an die Encephalographie zustande kommt. Wir finden hier (Fall 12, 13, 21, 24) eine Steigerung des Blutzucker- spiegels, such nach Einffihrung erheblicher Luftmengen, nut um 23--35 %. Sonstige Unterschiede zwischen genuinen ulld symptomatischen Epilepsief~llen ergeben sich nicht.

    HR IFT . 14 . JAHRGANG. Nr. 51 1831

    Besonders auffallend sind die geringen Blutzuckersteige- rungen nach der Encephalographie bei einigen FAllen yon Hirntumor (Fall 34--37), bei denen gleichzeitig deutliche St6rungen der intrakraniellen DruckverhAltnisse und Ver- Anderungen des Ventrikulogramms bestanden. In diesen FAllen, in denen der Eingriff der Luftffillung such subjektiv gut vertragen wurde, ware daran zu denken, dab das chronisch- progredieute Tumorwachstum und die entsprechend langsame

    rag% VerAnderung des Binnendrucks im SchAdel such die vege- tative SpontanregulationsfAhigkeit verAndert hat. Hier sei

    75 besonders Fall 35 hervorgehoben, der zunAchst auBer leichten 59 cerebralen Druckerscheinungen lediglich Stirnhirnsymptome

    bot, die Encephalographie und sp~ter eine palliative Ent- 52 lastungstrepanation gut fiberstand, w~hrend erst mehrere

    Monate sp~tter die Obduktion fiberraschenderweise einen 54 Kleinhirntumor ergab. Die geringen Blutzuckeranstiege bei 59 diesen encephalographierten Tumoren (Steigerungen um

    I2--42% ) heben sich jedenfalls deutlich yon den vorher 68 besprochenen Ergebnissen ab. Sp~tere Untersuchungen fiber 80 die sonstigen vegetativen RegulationsstSrungen nach dem

    experimentellen Reiz der Luftffilluug werden an diese Beob- 58 achtung wieder anzuknfipfen haben. SelbstverstAndlich

    k6nnen die bisher vorliegenden Ergebnisse in keiner Weise 69 verallgemeinert werden, weil ja in anderen F~Lllen die Ence- 55 phalographie bei Tumor cerebri such zu den schwerwiegend- 59 sten vegetativen St6rungen ffihren kann. 62 Auch bei 3 FAllen yon progressiver Paralyse (Fall 43--45)

    wurden nur geringe Bhtzuckeranstiege ermittelt. Hier 66 handelt es sich nicht um frisch erkrankte FAlle, sondern um 54 grobe Defekte, bei denen eine Encephalographie aus pro- 62 gnostischen Grfinden vorgenommen worden war. Das Ven- 65 trikulogramm zeigt in diesen F~llen einen deutlichen Hydro- 60 cephalus, wie ja such bei der Gruppe der vorherbesprochenen 67 Epileptiker mit HydrocephMus die geringsten Bhtzucker- 56 steigerungen nach der Encephalographie beobachtet worden 62 waren. Im AnschluB hieran ist such auf Fall 41 (Picksche

    Atrophie) zu verweisen, bei dem die Luftffillung nut einen 7 ~ minimalen Blutzuckeranstieg zur Folge hatte (19 %). R6ntge- 69 nologisch bestand auch hier Hydrocephalus internus und 75 externus. Die intra vitam gestellte Diagnose Picksche

    Atrophie ist durch das sonstige klinische Bild und die Familien- 71 anamnese gesichert.

    Auf Grund dieser Beobachtungen kann daran gedacht 50 werden, ob nicht die auffallend geringe St6rung der zentralen 61 Blutzuckerregulation nach Encephalographie ursAchlich auI 66 den Hydrocephalus und die damit gegebene Anderung der 7z intrakraniellen Druckverh~ltnisse zu beziehen ist. Gerade 66 69 in diesen F~llen wurde such der Eingriff der Encephalographie 56 subjektiv gut vertragen. Es ist allgemein bekannt, dab 67 Paralytiker im Durchschnitt such die geringsten Punktions- 79 beschwerden haben. Gerade im Falle der Paralyse w~re 66 aul3erdem daran zu denken, dab der KrankheitsprozeB selbst

    anatomische VerAnderungen in der Gegend des vegetativen 60 Kernbereichs gesetzt haben kann. 67 AbschlieBend sei noch kurz hervorgehoben, dab die Unter- 72 64 schiede der zentralen Blutzuckerst6rung, wie sie sich bei den 58 verschiedenen Krankheitsgruppen ergeben haben, nicht durch

    Mengendifferenzen der eingeffihrten Luft vorgetAuscht sein 68 k6nnen. Der Nachweis ist der tabellarischen l)bersicht

    unserer Resultate zu entnehmen. 59 Die ebenfalls nach HAaEI)ORN-JENsEN doppelt bestimmten 6 Liquorzuckerwerte sind zum Vergleich in der Tabelle ein-

    4I getragen. Einzelheiten werden in einer sp~teren zusammenfas- 49 52 senden Arbeit fiber die Korrelation von Blur- und Liquorzucker

    besprochen werden. Hier sei nur eine kurze Bemerkung fiber die Zuckerbefunde in der Cerebrospinalflfissigkeit im Verlauf der Encephalographie selbst angeschlossen. Vergleichende Untersuchungen der Anfangs- und Endportionen der bei der Lufffillung entnommenen Liquormengen haben gelegentlich ergeben, dab der Liquorzucker w~hrend der Eneephalo- graphie ansteigt, meist aber nur in geringem MaBe und inner- halb der Fehlergrenze (z. B. Fall 4 von 58 auI 66, Fall 8 yon 54 auf 58 mg%). t3ei dem Kind mit Encephalomyelitis stieg der Liquorzucker yon 6 auf 15 mg%; diese Beobachtung

  • 1832 KL IN ISCHE WOCHENSCHRIFT . 14 . JAHRGANG. Nr. 5I 21. DEZEMBER I935 blieb abet vereinzelK Beobachtungen fiber den weiteren Verlanf des Liquorzuckerspiegels nach Encephalographie k6nnen hier nicht mitgeteilt werden, weft in keinem der yon uns bisher untersuchten F&lle eine hinreichende grztliche Indikation gegeben war, in den ngchsten Stunden nach dem Eingriff eine erneute Punktion vorzunehmen.

    AbschlieBend set noch angeffigt, dab die postencephalo- graphische Hyperglyk~mie zeitlich allen sonstigen Regu- lationsstSrungen vorangeht.

    In Abb. 2 sind an Hand eines Beispiels Zucker- und Temperaturwerte, Pulskurve und Leukocytenzahl eingetragen. Es ist deutlich abzulesen, dab Blutzucker- und Pulskurve etwa gleichzeitig ansteigen. Die Leukocytose - - bezfiglich der Einzelheiten im postencephMographischen Blutbild set auf die Arbeiten yon HOFF verwiesen - - erfolgt erst erheblich sp&ter, nachdem die Hyperglykgmie bereits wieder ausgeglichen ist. Noch spgter erst kommt es zur Hyperthermie. In der zentralen tiyperglykgmie ist daher ein besonders empfind- licher Indicator ffir vegetative Regulationsst6rungen zu sehen.

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    89 - ~'0000 L 37 ~ 70

    Abb. 2. Anstieg und zeiflicher Ablauf der Blutzuokerkurve, Leukocytenzahl im Blur, und K5rpertemperatur nach Encephalographie.

    i l I I \ ! ~,Zeakoc~,/enzah/ I 1 i l~ I , t \ ,Pulszahl- .

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    ~cephal~e~h/e Pulsfrequenz

    In den folgenden Mitteilungen werden Fragen der pharma- kologischen Beeinflussung der zentralen Hyperglyk&mie und Untersuchungsergebnisse fiber Thermo- und SchweiBregu- lation nach Encephalographie besprochen werden, soweit sie geeignet sind, die bisherige Problemstellung zu erweitern und neue Ergebnisse beizubringen.

    NusammenJassung: Bet 45 Encephalographien wurden serienweise BIutzuckerbestimmungen durchgeffihrt. Es kam dabei im AnschluB an die Luftffillung und unabhgngig yon der eingeftihrten Luftmenge zu einer deutlichen Hyper- glyki~mie, die ats Ergebnis ether zentralen Reizwirkung auf zentrale Regulationsmechanismen aufzufassen ist. Nach Ab- laut yon 1--2 Stunden waren die urspriinglichen normalen Blutzuckerwerte wieder erreicht. Die deutlichste Blut- zuekersteigerung (um mehr als ioo%) wurde bet encephalo- graphierten IKindern beobachtet. Bet Erwachsenen kam es in der Regel zu ether Steigerung des Zuckerspiegels um 4 ~ his 8o %. Bet Epileptikern mit tlydrocephalus, bet defektgeheil- ten Fgllen yon progressiver Paralyse und bet einem Fall yon Pickscher Atrophie wurde nur eine geringe Hyperglykgmie beobachtet. Aueh Fglle yon Tumor cerebri, bet denen Hirn- drucksymptome bestanden, ergaben auffallenderweise nut geringe Blutzuckeranstiege nach der Luftftillung der Ven- trikel. Die Bedeutung dieser Befunde wird diskutiert. Be- trachtet man den zeitiichen Ablaut der vegetativen StSrungen nach Encephalographie, so geht die Hyperglykgmie alien sonstigen Vergnderungen voraus, sie stellt also den empfind- lichsten Indicator ffir die Reizung dar, die die zentral-vege- tativen Reguladonsmeehanismen tr i f f t

    L i te ra tur : DERRIEN U. PIgRON, J. Physiol. et Path. gem to, 533 (I923). -- O. FO~RSTER, Jb. Psychiatr. 52 , I (I935)- -- Y. HOFF, Verh. dtsch. Ges. inn. Med. I933, I24. -- Ergebn. inn. Med. 46 , i (1934). -- IKlin. Wschr. x934 I, 519. -- W. M. VAN DER SCmS:~R, Psychiatr. B1. (hell.) 37, 26 (I933)- -- U. S~NIN, Boll. soc. itaI. pediatr. 2, 392 (1933).

    VERGLEICHENDE UNTERSUCHUNGEN OBER DEN WERT DER EINZELNEN LIQUORREAKTIONEN.

    Von

    C. H. BEEK. Assistent an der Dermatologischen Klinik und PoIiklinik der Ulfiversitat Leiden

    (Vorstand: Prof. H. W. SIEMENS).

    QUINCKES erste Lumbalpunktion im Jahre I89I erSffnete ein neues Zeitalter ftir die Luesdiagnostik und die Lues- therapie. Seither sind zahlreiche Reaktionen zur Bestimmung der Ver/inderungen im Liquor cerebrospinalis angegeben worden. Wurde allm&hlich die Technik der Liquorabnahme durch Ersatz der Lumbalpunktion dutch die Zisternenpunktion entscheidend verbessert, so geschah Ahntiches auch mit der Teehnik der Reaktionen selbst. Doch bleibt es noch immer lohnend, die Reaktionen, die man selbst regelmgBig anstellt, ab und zu kritisch gegeneinander abzuwggen, da j a bis heute noch keine Reaktion bekannt geworden ist, die in alien Lnesfgllen

    positiv und in alien luesfreien Fgllen negativ ist. Unserer Untersuchung liegen 208 Liquores zu-

    grunde, die alle dutch Zisternenpunktion yon Syphi- litikern oder Syphilisverdgchtigen gewonnen wurden. Die Reaktionen, die in alien F&llen vorgenommen wurden, waren nun folgende:

    I. Original-Wassermann, untersueht im klinisch- pathologischen Laboratorium (Prof. IKUENEN) YOn Dr. G. KORTHOF. In unserem dermatologischen Labora- torium wurden nntersucht:

    2. Meinieke-KMrung Nr. I. 3. Goldsol (als Goldsol wurde Aurolumbal der

    Firma Imhausen, Witten a. d. Ruhr, benutzt). 4. Takata-Ara (Sublimatfuchsin). 5. Benzoe, nach GUILLAIN, LAROCHE nnd LEC-

    HELLE .

    6. Nonne-Apdt. 7. Pandy.

    8. Zdlzahl pro Kubikzentimeter (Z~hlkammer FUCHS- ROSENTHAL). AuBerdem wurden in den meisten F~llen noch eine zweite Meinieke-Reaktion, Kahn, Sachs-Witebsky und Mfiller untersucht.

    Die Liquores teilten wir in 2 Gruppen, n~mlich in 8o posi- tive und I28 negative Liquores. Als positiv rechneten wit jeden Liquor, der mindestens 4 positive Reaktionen der obigen Reihe enthiels Die Zellzahl wurde yon mir als positiv betrachtet, wenn sie 9/3 (3) fiberschritt, so wie das allgemein iiblich ist. Yerner wurde bet Goldsol jede Lueskurve als positiv gewertet, gleichgfiltig, ob diese Abweichung mit der speziellen klinischen Diagnose fibereinstimmte oder nicht (z. B. Lues-cerebri-Kurve bet klinisch sicherer Paralyse). In die Gruppe der negative~ Liquores wurden nur solche FXlle aufgenommen, die h6chstens eine positive Reaktion zeigten. 2o F&Ile konnten in keine dieser beiden Gruppen eingeordnet und konnten deshalb yon uns nicht in die Untersuchung ein- bezogen werden. Die positiven Liquores verteilten sich auf folgende klinische Diagnosen: I6Paralyse, 23Tabes , 5 Lues cerebri, 36 Lues latens. Die negativen Liquores um- fassen 4 station&re Tabes, 5 ~ Lues latens, 3o Lues sanata, 44 Luesverdacht. Unsere Befunde waren folgende:

    Positive Liquor- Negative Liquor- Reaktien gruppe gruppe

    % %

    + WaR . . . . . . . . . . . . zw.

    {+ Meinicke-Kl&rungsreaktion . . zw. / + Takata-Ara-Reaktion . . . . . zw.

    Goldsolreaktion . . . . . . . { 2

    Benzoereaktion . . . . . . . { 2

    9 ~ 4 6

    80 I4 6

    78 o

    22

    73 27 45 55

    0 2

    98 o,8 2,2

    97 0,8 0 ,8

    98,4 3

    97 o

    IOO

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