Über die Sauerstoffzehrung der Roten Blutkörperchen bei Graviden

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    13-Aug-2016

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  • 6. MAI 1922 KL IN ISCHE WOCHENSCHRIFT . t. JAHRGANG. Nr. 19 947

    Gaben weder eine Beeinf lussung der Pu lsspannung noch der S t r6mung in den GefXl3en des Nagelfalzes feststellen. Bei B lutdruckste igerungen mit t leren Grades kann jedoch ein deuf l icher Ef fekt beobachtet werden. 5 - -7 Minuten nach Aufnahme des Giftes t r i t t eine Senkung der Pu lsspannung um 25--35 mm Hg ein. Die ver langsamte kSrnige Capil lar- s t r6mung macht einer schnel len und kont inuier l ichen Zir- ku lat ion Platz. "~[ Beispielsweise fiel in einem Fall yon Coronarsklerose mit Herz- insuffizienz der Blutdruck innerhalb yon IO 1V~inuten yon 145 auf Io 5 mm Hg. Die volher verlangsamte k6rnige Str6mung in den stark geschlgngelten HaargefgSen wurde auBerordentlich beschlen- nigt, ja jagend. Dieser Zustand einer verbesserten Capillarzirkula- tion war 21/2 Stunden zu beobachten, dann trate~ allm~ihlich die all-en Verh/iltnisse wieder ein.

    Mit Hilfe des Nitroglycer ins ist es also mSglich, wenig- s~ens fiir einige S tunden eine gute Gewebsdurchb lu tung zu erzielen, eine sicherl ich n icht ganz bedeutungslose Wirkung.

    Es wurde nun auch noch der Versuch gemacht, die Adre- na l inwirkung durch Nitroglycer in und umgekehr t die Nitro- g lycer inreakt ion durch Nebenn ierenext rakt zu" beeinflussen. Es gela ng das in ke inem Fall. Der Hauptgrund hierfi ir mag dar in zu snchen sein, dab es sehr schwer ist, Mittel zueinander in Beziehung zu bringen, yon denen das e ine per os und das andere int ramuskul / i r e inver le ibt wird, da die Resorpt ions- bed ingungen und Zeiten zu versch{eden und deshalb unfiber- sehbar sind.

    Es ist bekannt , dab Veronal ~) den B lu tdruck herabsetzt , und zwar verh~lt es sich h ins icht l ich seines Angr i f fspunktes ~ihnlich wie das Papaver in . Von diesem Ges ichtspunkte aus war auch eine Wi rkung auf die Capi l larstrSmung zu erwarten. Zu den Versuchen wurde das leicht [6sliche Verona lnat r ium verwandt , das in der Dosis yon o, 5 in t raven6s einver le ibt wurde. Am norma]en t{reislauf konnte keinerlei Wi rkung konstat ie r t werden. Anders dagegen verhal ten sich die Fglle mi t t lyperton ie . Bei IZranken mit B lu tdruckerh6hung bis 15o mm Hg, andere Pat ienten s tanden uns n icht zur Verffi- gung, s inkt der Druck bis zur Norm ab. ])as Capil larbi ld b ietet dieselben Ver~Lnderungen, wie sie schon bei Papaver in und Nitroglycer in geschi ldert wurden.

    Gr6gere Dosen yon Atropin rufen eme ausgesprochene Haut r6te hervor, die auf emer wohl zentral bed ingten Er- weiterung der Hautgef~Se beruht . Wir prfiften deshalb such Atropin und in j iz ierten zu diesem Zwecke i mg intra- ven6s. E ine Minute nach der In jekt ion t ra t eine Pulsbeschleu- n igung ein, aber irgendeine Reakt ion an den Capil laren war n icht zu sehen, weder eine Erwei terung noch eine StrS- mungs~Lndgrung. Zuweilen hat te man den Eindruck, dab die Zirkulat ion in der ein oder anderen Capil lare etwas langsamer wurde. E in derart iger Wechsel kann jedoch bei jedem nor- malen unbeeinf luBten Kreis lauf sich einstellen, so dab daraus keine Schlfisse gezogen werden k6nnen. Auch wenn das Afro- pin schon l~ngere Zeit in einer t~gl ichen Dosis yon 3 mg per os gegeben worden war, konnte durch eine intravenSse In jekt ion von i mg keine Gef~Bwirkung erzielt werden. Offenbar sind diese Atropindosen zu gering, um eine mel3bare Reakt ion an den tIaargef~LBen hervorzuruIen.

    Zu demselben Resul tat kam auch PARRISIUS (a a .O.) . HAGEN (a. a. O,) will dnrch die subcutane Verabre ichung yon o,ooo 4 At rop in eme Erwei terung der Capil laren gesehen haben. Wir g lanben ibm dar in n icht be is t immen zu k6nnen.

    Zusammen/assung. Das Adrenalin f i ihrt zu einer Verengerung der Arter iolen

    und Capil laren. Nur der arteriel le Schenkel der Haargef~Be 1/igt eine Kont rakt ion erkennen. Es kommt dadurch zu einer ver langsamten kSrnigen St r6mung und zu einer schlechten Durchb lu tung der Gewebe. Ob die Capil laren sich prim/ir oder sekundgr verengern, 1/LBt sich dutch unsere Versuche n ieht entscheiden.

    Die Capi l larstr6mungsverh/~ltnisse nach Suprareninein- ver le ibung ~hneln s tark denen bei gewissen Hyperton ien mit ver langsamrer k6rniger Zirkulat ion. .

    ~) JAKOBY and ROEMER. Arch. f. exp. Pathol. u. Pharm. 66, 240, 261 u 297.

    Adrena l in ruf t nur eine Konstr ikt ion der Capil laren hervor. in denen St rSmung besteht

    Durch Sauerstoffmangel und Kohlensgureanh/ iufung ge- sch~digte Gef~LBe zeigen eine fiir Adrenal in herabgesetzte Ansprechbarke i t

    Die Wirkungsst / i rke des Nebenn ierenext raktes auf den Kreislauf ist zum groBen Tell abh/inglg yon dem jeweiligen Zustand der GefM3e, sowohl der des Gesanltk6rpers als such der jenigen an der Injekt ionsstel le.

    Das Adrenal in wird im Gewebe n icht zerst6rt, jedenfal ls ist seine Wi rkung nach 2o Minuten w ihrender S tauung nocti nnver/~ndert.

    Das Papaverin setzt den B lu tdruck bei gewissen t typer - tonien vorf ibergehend herab und veranlaBt auf diese Weise eine verbesserte Gewebsdurchblutung: E ine Erwei terung der Capil laren kann n icht beobachtet werden, D ie Papaver in - wirkung ist sehr flfichtig.

    Nitroglycerin verh/ i l t sich in seiner mikroskopisch fest- stel lbaren Wirkung und hins icht l ich des Blutdruckes wie Papaver in . Seine Wi rkungsdauer kann 21/, 2 Stunden an den Capil laren beobachtet werden.

    Veronalnatrium macht am Kreislauf dieselben Erschei- nungen Wie Papaver in .

    Atropin ruf t in therapeut ischen Dosen keine s ichtbaren Capi l larvergnd erungen hervor.

    OBER DIE SAUERSTOFFZEHRUNG DER ROTEN BLUTKORPERCHEN BEI GRAVIDEN.

    Von

    GERHARD I )ENECKE und HERRMANN RUBERG. Aus derMedizinischen Klinik Grcifswald ~Stellv. Direktor Prof. O. GROSS).

    Das morphologische Blutbi ld der Schwangeren erf/ ihrf in der L i te ratur e lne recht verschiedene Beurtei lung. W/ ihrend fiber das Bestehen der Leukocytose nahezu E in igkei t herrscht, weichen die Ergebnisse der -Ery throcy fenzgh lung und def ] - I / imoglobinbest immung sehr erhebl ich vone inander ab. Auch wenn man yon den ~lteren Untersuchungen absieht, die dem komplexen Charakter des Blutes n icht gerecht wurden, be- gegnet man noch recht s tarken Abweichungen vonder Norm. und die berechneten Durchschn i t tswerte stf itzen sich auf Einzelzahlen, deren Ext reme sehr welt vone inander liegen. Fi ir diese Abweiehungen sind in erster Linie individuel le Verh/i ltnisse verantwor t l i ch zu machen und n icht die Schwan- gerschaft. Die ]3eobachtung der Lebensumst/~nde, wm so- ziales Milieu, Tuberkulose, einseitige Schwangerenern~Lhrung, %vie sie in manchen Gegenden iiblich ist, wird yon SCHR6DER ~) und'BERNHARDT ~) besonders betont . Es hande l t sich um/iuBere Einflfisse, die such au~ die B lu tb i ldung des n ichtschwangeren Organismus einwirken, und die Schwangerschaft ist zun~ichst nur ins0fern beteiligt-, als sie als anst rengende K6rper le istung h inzutr i t t . Wenn man den B lu ts ta tus der Graviden nnter diesem Gesichtswinkel betrachtet , kommt man wm ZANGE- MEISTER a) und PAYER ~) ZU dem Schlussel dab der alte Streit, ob die Gravidit~it an~misierend oder robor ierend wirke, dah in entschieden werden mug: schw/ichliche Frauen, tuberku lSse und unterern/ ihrte werden in der Grav id i t~t an~misch, krM- tige aber b le iben in normalen Blutverh~ltn issen. Insbesondere wird die vielfach beobachtete Zunahme yon Ery throcytenzah l und Hgbl. gegen Ende der Schwangerschaft jetzt meist auf die kr/ i ft igende Anstaltspf lege zurfickgefi ihrt, da die meistefl derart igen Studien an Hausschwangeren yon Kl in iken und Geb/ i ransta l ten angestel l t wurden.

    Diese Erw~gungen sind jedoch n icht in der Lage, ciis" 2/n- steigen des F/ i rbeindex zu erkl/~ren, das. h/iufig in den letzten Monaten der Schwangerschaft gefunden wird [BLUMENTHALS)].

    xl SCHRODER, Arch. f, Gyn~ikol. ~891 , S. 366. ~) BERNHARDT, Mdnch. med, Wochensehr. 1892, S. 22o. 3~ ZANGEMEISTER, Zentralbl. f. Gcburtsh. u. Gyrl~ikol. 49. 92. I9o3. ~ PAYER, Arch. I. Gyn~kol. 71, 421. I9o4 . s) BLUMENTHAL, Hegars Beitr, 11. 414. 19o7.

    63*

  • 948 -KL IN ISCHE WOCt IENSCHRIFT . I. JAHRGANG. Nr. 19 6. MAI I922

    Wenn der Hgbl-Gehalt starker ansteigt als der Zahl der Ery- throcyten entspricht, so muB eine qualitative Vers der Erythrocyten vorliegen. Und zwar sind es erfahrungs- gem~tB junge und unreife Zellen, die den hyperchromen Fgrbe- index bedingen. Solche Jugendformen yon Erythrocyten sind in der Tat in dem Schwangerenblute keine Seltenheit. Normoblasten sind yon SCtI .&FFER 1) und ANUFRIEW2) , baso- phile K6rnelung yon ZANFRO~NOm) and SOLI 3) beschrieben worden. Besonderer Wert muB auf den konstanten Beiund der Substantia reticulo-filamentosa gelegt werden, LIJZZATO- RAVENAa) fanden sie bet Schwangeren 6, 5 mal auf iooo Ery- throcyten. Das ist kein hoher Wert. 13ei An/imien werden bis 70% gefunden. Aber da die Substanz bet Gesunden v611ig fehlt, ist sie als feiner Indikator ffir gesteigerte Blutneubil- dung zu betrachten. Man IaBt sie zur Zeit als Vorstufe der

    Nachweis yon jungen Erythrocyten in der Blutbahn zu ffih- ten. Die jungen Erythrocyten verffigen noch fiber einen eigenen Stoffwechsel, Werden normale Erythrocyten mit Sauerstoff ges/tttigt, luitdicht abgeschlossen und bei 37 ~ sich selbst fiberlassen, so finder man nach 5 Stunden nur einen ganz geringen Verlust yon etwa 4 % des vorhandenen Saner- stoffs, der haupts/tchlich auI die Atemt~tigkeit der Leuko- cyten zurfickzuffihren ist. EnthNt das ]glut Jugendformen yon Erythrocyten, vor allem polychromatische, so finder sich ein erheblich gr6gerer Sauerstoffverlust, bis zu a/~ des anfangs vorhandenen. Das heiBt, die jugendlichen Erythrocyten ha- ben weiterhin OxydationsvorgXnge unterhalten und dabei ihr Oxyhgmoglobin reduziert.

    Diese Methode haben wir bet IO Schwangeren angewandt unter gleichzeitiger Kontrolle des Blutstatus.

    Nr.

    I 2

    3 4 5 6 7 8 9

    IO

    Name

    B, Ro .

    J . Mo. H. Wi. M. Wi. M. U1. B. Sp. H. We. A. Sc. A. Sa. M. Ma.

    Hgbl.

    9 ~ 80 91 92 96 96 90 85 92

    Io4

    Rote in Mill.

    4,4 3,5 3,9 3,9 4,3 4,8 4,1 4,4

    4,5 4,9

    F. J.

    1,02 1 , I4 1,16 1,16 I,II 1,00 1,o9 0,98 I ,O I 1,o6

    WeiBe in Taus.

    6,5 14,5 11,5 9,1

    12,0 I3 ,1 12,1 1 I , 7 8,8 9,3 7,76

    Eiweiggeh. d. Plasma

    in %

    7,44 8,92 8,81 7,96

    9,14 7,46 8,55 7,85

    Polychromasie, oder wenigstens Ms eine Erscheinung auf, die mit der Polychromasie in engem Zusammenhange steht.

    An der Gestalt der Erythrocyten sieht man gleichfalls, dab das Blur in lebhaiterer Neubildung begriffen ist. Jedem Beschauer tgllt die betr/~chfliche Anisocytose im Bhtbi lde der Schwangeren auf, Makro- und Mikroeyten sind yon PAYER, Poikilocyten yon SCHXFEER beschrieben worden. CO~NSTEIN~) PAYER und LEBEDEFF 6) haben Messungen an den Erythrocyten vorgenommen und iinden einen Durch- schnitt, der fiber der Norm liegt. Die Berechnung yon Durch- schnittszahlen ist bier aber irrefiihrend. Die stark diver- gierenden Extreme zeigen das. Nicht alle Erythrocyten sind etwas gr6Ber als in der Norm, sondern es sind einzelne sehr groBe darunter. Solche Megalocyten sind Tr/tger groBer Farbstoffmengen, sie sind die Ursache des hyperchromen Fgrbeindex [NAEGEL IT ) ] .

    Aus diesen Erscheinungen im str6menden Blute, die noch durch vereinzelte Befunde yon Myelocyten vervollstgndigt werden, kann der SchluB auf eine vermehrte Blutneubildung und Ausschwernmung im Knochenmark gezogen werden. Uber das Aussehen des Knochenmarks bei gesunden Schwange- ten ist wenig in der Literatur niedergelegt. VARALDO 8) land bei trgchtigen Kaninchen gegen Ende der Schwangerschaft das Knoehenmark in lebhafter Tgtigkeit und daneben auch extralnedull/~re Blutbildungsherde. v . RECKL INGI - IAUSEN 9) berichtet yore mensehliehen Knochenmark auch fiber ge- steigerte Regeneration. Es mag aber sein, dab die sp/irlichen Angaben nicht nut darauf zurfickzuffihren sind, dab gesunde Schwangere der letztenWochen selten zur Sektion kommen. Es ist m6glich, dab die Steigerung der Knochenmarksregenera- tion graduell zu gering ist, um histologisch nachgewiesen zu werden.

    Deshalb ist es wertvoll, eine Methode zu besitzen, die uns biologisch einen RfickschluB auf die Blutneubildung ge- starter, auch dann, wenn im str6menden Blute die morloho- logisehen Zeichen spgrlich sind. Die Methode der Sauer- stoffzehrung yon MORAWlTZ 1~ setzt uns in die Lage, den

    1) SCH~FFER, Zentralbl. f, Gyngkol. 29, 1279. 19o5. 2) ANUFRIEW, Zantralbl. f. Gyn~ko!. 39, x357. 191o. ") ZANFROGNONI und SOLI, Ref. Zentralbl. f. GynSkol. 29, 244. 19o5. *) LUZZATO-RAVENA, Fol. haematol, l& lO2. 1912. a) COHNSTEIN, Pflfigers Arch. f. d. ges. Physiol. 34, 233. z884. ~) LEBEDEFF, zit. n. PAYER, Nothnagels ttandb. 6, 499. 7) NAEGELI, Blutkrankheiten. Leipzig x919 . ~) VARALDO ZentrMbl. f. Gyn~ikoL 29 417. ~9o5. g) v. RECKLINGHAUSEN zit. n. FREUND in Handb. d. Gebh. v. Winkel I I x. 1~) MORAWITZ und ITAMI, Dtseh. Arch f. k!in. Med. 100, x91. I9IO.

    Ges~itt. Blur 03 in %

    21,44 18,o3 17,29 18,5 ~ 19,o8 19,Ol 17,8 16,83 19,OO 20,65

    n. 5 Std. O~in%

    17,53 13,Ol 17,o3 15,o6 18,39 14,73 15,55 16,o4 13,91 15,72

    Zehrung

    in % abs. d. Ges.

    3,91 18,6 5,02 27,8 0,26 1,5 3,44 18,1 0,69 3,6 4,28 22, 5 2,25 12,9 o, 79 4,6 5 ,o9 26, 7 4,93 23,5

    2 para im 9- Mon., 39 J. 20 J. 2 para im 9. Mon. 24 J. I para im 9. Mon. 2 para lm 9- Mon. 5 . . . . 9. ,, 3oJ. I , , , , 9 . , , 22 J. I . . . . 8. ,, 2oJ. 2 . . . . 9 . ,, 23J. 2 . . . . 9 . , , 23J. 5 . . . . 9 . . . .

    Die Tabelle zeigt, dab die Sauerstoffzehrung in 7 Fgllen die Norm welt fiberschreitet. Der Anteil der Leukocyten daran ist gering. ITAMI berechnete die Zehrung der Leuko- cyten mit o , i% O 2 auf iooo Leukocyten. Durch vorsichtiges Defibrinieren mit Glasperlen kann man eine groBe Menge Leukocyten mit dem Fibringerinnsel zusammen entfernen, so dab ffir das Blur im Versuch nicht die Leukocyienzatflen des str6menden Blutes in Betracht kommen, sondern wesent- lich geringere. In Fall 4, 5 und 6 haben wir nach dem Deft- brinieren Kontrollzghlungen vorgenommen, wir fanden bet 4. 36oo, 5. 5 l~176 6, 5ooo. Die Leukocyten k6nnen also die hohen Zehrungszahlen nicht ausschlaggebend beeinfluBt haben. S/imtliche Untersuchten waren ttausschwangere der hiesigen Frauenklinikl), sie waren alle in sehr gutem Ern~h- rungszustande. Alle waren gesund bis auf Fall 4, 5 und Io, bet denen ohne sichtbare Symptome yon Lues die WASSER- MANN sche Reaktion positiv ausfiel.

    Eine m~Bige An~mie besteht in Fall 2, 3 und 4, bet allen anderen ist die Erythrocytenzahl normM, der Fs ist aber nur in Tall i, 6, 8 und 9 normal, in Mien anderen F~illen ist er gr6Ber als i.

    Das Blutbild zeigte bet allen eine auffallende Anisocytose mit starken Extremen bis auf Fall 5 und 8, bet denen die Unterschiede in der GrSBe der Erythrocyten gering waren. Poikilocytose war in den meisten Fgllen eben nur angedeutet. Sehr selten waren polychromatische Zellen. In alien Fgllen, mit Ausn...

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