Psychotherapie und Suchtbehandlung – Möglichkeiten der ... ?· Psychotherapie und Suchtbehandlung…

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    06-Jun-2018

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<ul><li><p>Psychotherapie und Suchtbehandlung Mglichkeiten der Kooperation </p><p>Gemeinsames Positionspapier der Bundespsychothera-peutenkammer und des Fachverbandes Sucht e.V. </p><p>1. Epidemiologische Daten zum Substanzkonsum in Deutschland </p><p>Epidemiologie </p><p>In Deutschland rechnet man bei den 18-59jhrigen mit ca. 3,2. Mio. suchtkranken </p><p>Personen, davon sind </p><p> ca. 1,3 Mio. alkoholabhngig, </p><p> ca. 1,4 Mio. medikamentenabhngig, </p><p> ca. 175.000 drogenabhngig (ohne Cannabis) sowie </p><p> ca. 220.000 cannabisabhngig. </p><p>(vgl. Kraus &amp; Bhringer, 2008). </p><p>Darber hinaus sind ca. 3,8 Mio. Personen nikotinabhngig, ca. 100.000 Personen </p><p>pathologische Glcksspieler (vgl. DHS, 2008). Es ist darber hinaus von einer hohen </p><p>Anzahl von Personen mit riskantem Konsum oder schdlichem Gebrauch auszuge-</p><p>hen, allein bei Alkohol betreiben ca. 2 Mio. Menschen einen Missbrauch1. Allein be-</p><p>zogen auf Missbrauch und Abhngigkeit von Alkohol rechnet man mit ca. 42.000 To-</p><p>desfllen pro Jahr (Bergmann &amp; Horch, 2002). 12,7 Prozent der Krankenhauspatien-</p><p>ten sind alkoholabhngig, weitere 4,6 Prozent missbrauchen Alkohol. 7,2 Prozent der </p><p>Patienten in der Allgemeinrztlichen Versorgung werde als alkoholabhngig, weitere </p><p>3,5 Prozent als Alkohol missbrauchend eingeschtzt (John et al., 1996). </p><p> 1 Zudem ist der Alkoholkonsum mit riskantem Trinkverhalten unter Jugendlichen stark verbreitet (Lam-pert &amp; Thamm, 2007, Drogenaffinittsbericht, 2004). Hieraus ergeben sich besondere Ansatzpunkte fr die (Frh)-Intervention bei Kindern und Jugendlichen. </p></li><li><p> Psychotherapie und Suchtbehandlung </p><p>Seite 2 von 12 </p><p>Komorbide psychische Strungen bei Abhngigkeitserkrankungen </p><p>Komorbide psychische Strungen kommen bei substanzbezogenen Strungen oft </p><p>vor. Am hufigsten sind Angststrungen, affektive Strungen und Persnlichkeitsst-</p><p>rungen. Angst- und Panikstrungen treten bei bis zu einem Drittel der alkoholabhn-</p><p>gigen Mnner und bis zu zwei Drittel der alkoholabhngigen Frauen auf (Schneider </p><p>et al., 2001 in Mundle et al., 2006), substanzinduzierte depressive Strungen finden </p><p>sich bei rund 50 Prozent aller alkoholabhngigen Patienten (Berglund und Nord-</p><p>strm, 1989 in Mundle et al., 2006). Zudem findet sich bei alkoholabhngigen Patien-</p><p>ten hufig eine Komorbiditt mit Persnlichkeitsstrungen (Mundle et al., 2006). </p><p>Kosten substanzbezogener Strungen </p><p>Allein die Kosten alkoholbezogener Krankheiten werden fr das Jahr 2002 auf insge-</p><p>samt 24,4 Mrd. Euro geschtzt (DHS, 2008). Diese Kosten setzen sich aus direkten </p><p>Kosten (z. B. Behandlungskosten im akutmedizinischen Bereich inkl. der Folgeer-</p><p>krankungen, Rehabilitationsleistungen etc.) in Hhe von 8,4 Mrd. Euro und indirekten </p><p>Kosten (durch Produktivittsverluste, Arbeitsausflle etc.) in Hhe von 16,6 Mrd. Eu-</p><p>ro zusammen. </p><p>Eine Reduktion der gesellschaftlichen Folgekosten substanzbezogener Strungen, </p><p>welche durch Arbeitsunfhigkeit, Lohnfortzahlung, Unflle, unzureichende Behand-</p><p>lung im akutmedizinischen Bereich sowie Mortalitt etc. verursacht werden, wre </p><p>durch optimierte Strategien, die von der Primrprvention und Gesundheitsfrderung </p><p>ber Interventionen bei schdlichem Konsum bis hin zur fachgerechten Beratung und </p><p>Behandlung abhngigkeitskranker Menschen reichen, mglich. </p><p>2. Evidenzbasierte Behandlung von Abhngigkeitserkrankungen </p><p>Die Behandlungsleitlinie Substanzbezogene Strungen der AWMF unterscheidet, </p><p>insbesondere in Bezug auf alkoholbezogene Strungen, Manahmen der Frh- oder </p><p>Kurzintervention, Akut- und Postakutbehandlung (Schmidt &amp; Gastpar, 2006). </p></li><li><p> Psychotherapie und Suchtbehandlung </p><p>Seite 3 von 12 </p><p>- Frh- oder Kurzintervention: Erkennung gesundheitsgefhrdenden (riskanten) Alkoholkonsums </p><p>und alkoholbezogener Strungen, erste beratende und motivierende Interventionsstrategien. </p><p>- Akutbehandlung: Manahmen zur Entgiftung und zum Entzug mit Frderung der Motivation zur </p><p>Inanspruchnahme weiterer gezielter Behandlungsangebote zur Stabilisierung, Diagnostik und Be-</p><p>handlung psychischer und somatischer Folge- und Begleiterkrankungen. </p><p>- Postakutbehandlung: Manahmen zur Entwhnung von Alkohol und zum Erhalt, der Verbesse-</p><p>rung und der Wiederherstellung der Funktions- und Leistungsfhigkeit des chronisch Alkoholkran-</p><p>ken in Alltag und Beruf. Hierzu gehren auch Interventionen zur Besserung komorbider psychi-</p><p>scher und krperlicher Strungen sowie Manahmen zur Beseitigung, Reduzierung oder Kom-</p><p>pensation der durch den Alkoholkonsum bedingten sozialen Folgen. </p><p>- Die Postakutbehandlung wird durch Manahmen der Nachsorge ergnzt. Nachsorge ist die ambu-</p><p>lante Behandlungsphase, die sich an eine stationre Behandlung (die Entwhnung) anschliet. </p><p>Wesentliches Ziel in der Nachsorgephase ist die Aufrechterhaltung der Abstinenz nach vorausge-</p><p>gangener Entwhnung sowie (soweit vorhanden) die Weiterbehandlung psychischer Komorbidit-</p><p>ten. </p><p>Nach den AWMF-Leitlinien (Schmidt et al., 2006) ist Psychotherapie ein wesentlicher </p><p>Bestandteil der Postakutbehandlung der Alkolabhngigkeit. Zu den empfohlenen </p><p>psychotherapeutischen Interventionen gehren u. a. motivierende Gesprchsfh-</p><p>rung, verhaltens- und kognitiv-verhaltenstherapeutische Therapien, soziales Kompe-</p><p>tenztraining. Expositionsbehandlung, Verhaltensvertrge und Kontingenzmanage-</p><p>ment, Psychodynamische Therapien und Paar- und Familientherapie. Psychothera-</p><p>pie ist ein wesentlicher integraler Bestandteil multimodaler stationrer, teilstationrer </p><p>oder ambulanter Manahmen zur Entwhnung (Geyer et al., 2006). </p><p>Die AWMF Leitlinien beziehen in ihren Nachsorgeempfehlungen im Rahmen stati-</p><p>onr-ambulanter Sequenzbehandlungen zwar u. a. die Betreuung durch niedergelas-</p><p>sene rzte, nicht aber die Weiterbehandlung durch (niedergelassene) Psychologi-</p><p>sche Psychotherapeuten in ihre Empfehlungen ein. </p><p>3. Das Suchthilfesystem </p></li><li><p> Psychotherapie und Suchtbehandlung </p><p>Seite 4 von 12 </p><p>In Deutschland existiert ein umfassendes und differenziertes Versorgungssystem fr </p><p>abhngigkeitskranke Menschen, basierend auf einem interdisziplinren und ganz-</p><p>heitlichen Behandlungsansatz, dessen Schwerpunkt in der Rehabilitation liegt. Zum </p><p>Versorgungssystem gehren im Wesentlichen Beratungsstellen und Fachambulan-</p><p>zen fr Suchtkranke, Fachkliniken, Psychiatrische Kliniken, Allgemeinkrankenhuser </p><p>sowie niedergelassene rzte und Psychotherapeuten. Hinzu kommt eine groe Zahl </p><p>von Selbsthilfegruppen fr Abhngigkeitskranke. </p><p>Bei der Beschreibung des Versorgungssystems lassen sich im zeitlichen Verlauf drei </p><p>Phasen Vorphase, Rehabilitationsphase, Nachsorgephase ausmachen, an denen </p><p>die einzelnen Institutionen unterschiedlich beteiligt sind (siehe auch Mller-Fahrnow </p><p>et al., 2002). </p><p>In der Vorphase geht es hauptschlich um Beratung, Motivation, Frhintervention und Entzug. Beteiligte Institutionen sind Beratungsstellen, Fachambulanzen, Selbst-</p><p>hilfegruppen und niedergelassene rzte und Psychotherapeuten, da sie hufig die </p><p>erste Anlaufstelle sind. Ebenso wie bei den niedergelassenen rzten und Psychothe-</p><p>rapeuten bieten sich in psychiatrischen und in Allgemeinkrankenhusern Chancen </p><p>zur Frherkennung und Frhintervention, da Abhngigkeitskranke in internistischen </p><p>und chirurgischen Abteilungen hufig wegen akuter Intoxikation oder Unfallfolgen </p><p>sowie zur Behandlung von Begleit- und Folgekrankheiten der Abhngigkeit aufge-</p><p>nommen werden. Zudem fhren Allgemeinkrankenhuser und Psychiatrische Klini-</p><p>ken stationre Entzugsbehandlungen durch. </p><p>Die Rehabilitationsphase schliet sich im Idealfall direkt an die Entzugsbehandlung an, in ihr geht es schwerpunktmig um die umfassende und spezielle Entwh-</p><p>nungsbehandlung, Reintegration und das Rckfallmanagement. Manahmen der </p><p>medizinischen Rehabilitation knnen ambulant, teilstationr oder stationr erfolgen </p><p>und werden hauptschlich in Fachkliniken sowie sich daran anschlieenden Adapti-</p><p>onseinrichtungen und zu einem Teil in (ganztgig) ambulanten Behandlungsstellen </p><p>durchgefhrt. </p></li><li><p> Psychotherapie und Suchtbehandlung </p><p>Seite 5 von 12 </p><p>In der Nachsorgephase liegt das Hauptgewicht auf der Stabilisierung der Abstinenz, auf der dauerhaften (Re-)Integration in den Alltag, auf dem Rckfallmanagement und </p><p>der Behandlung von psychischen Komorbiditten. In der Regel handelt es sich um </p><p>eine langfristige Betreuung, die von ambulanten Einrichtungen, Selbsthilfegruppen </p><p>und/oder niedergelassenen Psychotherapeuten und rzten geleistet werden kann. </p><p>Auch die Deutsche Rentenversicherung und gesetzliche Krankenkassen bieten am-</p><p>bulante Nachsorgeleistungen bzw. nachstationre Entwhnungsbehandlungen fr </p><p>Abhngigkeitskranke an. Die Einleitung und Durchfhrung erfolgt hier in enger Ab-</p><p>stimmung mit dem zustndigen Leistungstrger. </p><p>Um eine effektive Behandlung zu gewhrleisten, bedarf es eines hohen Grades an </p><p>Vernetzung mit reibungslosen bergngen zwischen den einzelnen Behandlungs-</p><p>phasen und somit auch den beteiligten Institutionen. </p><p>4. Versorgungsdefizite in der Suchtbehandlung </p><p>Die Epidemiologie der Suchterkrankungen und die Statistiken ihrer Behandlung zei-</p><p>gen starke Missverhltnisse zwischen der Verbreitung von Abhngigkeitserkrankun-</p><p>gen und der Inanspruchnahme einer Behandlung auf. Folgt man den Daten des Bun-</p><p>desgesundheitssurveys 1998, werden im Durchschnitt nur 29 Prozent aller im Laufe </p><p>eines Lebens an Substanzstrungen Erkrankten berhaupt behandelt (Wittchen und </p><p>Jacobi, 2001). Zwar nimmt ca. ein Fnftel der Patienten einer stationren Entwh-</p><p>nungsbehandlung vorher keine Entzugsbehandlung in Anspruch, von den brigen </p><p>werden dafr pro Patient im Durchschnitt vier Entzugsbehandlungen im Vorfeld ab-</p><p>solviert. Fr ungefhr zwei Drittel der Patienten ist es die erste stationre Entwh-</p><p>nungsbehandlung, die Dauer der Abhngigkeit bis zu deren Inanspruchnahme be-</p><p>trgt im Durchschnitt 11,8 Jahre (Fachverband Sucht, Basisdokumentation, 2006). </p><p>Die Frherkennung und -intervention sowie die Nachsorge mit der Zielsetzung, den </p><p>Behandlungserfolg ber 50 Prozent der alkohol- und medikamentenabhngigen </p></li><li><p> Psychotherapie und Suchtbehandlung </p><p>Seite 6 von 12 </p><p>Patienten ist ein Jahr nach stationrer Behandlung abstinent zu festigen, ist bei </p><p>Abhngigkeitserkrankungen deshalb von besonderer Wichtigkeit. </p><p>Bedeutung der Psychotherapie in der Suchtbehandlung </p><p>Psychotherapie ist gem Leitlinienempfehlungen und vor dem Hintergrund hufig </p><p>bestehender psychischer Komorbiditten ein wichtiger Bestandteil der Suchtbehand-</p><p>lung. Sie ist bereits ein fester Bestandteil multimodaler Rehabilitationsprogramme, </p><p>die meist stationr, aber im zunehmenden Mae auch ambulant durchgefhrt wer-</p><p>den. Der ambulanten Psychotherapie kann jedoch auch in der Vorphase, in der es </p><p>um Frherkennung und Frhintervention, und in der Nachsorgephase, in der es um </p><p>die Aufrechterhaltung der Abstinenz und die Weiterbehandlung der psychischen Ko-</p><p>morbiditten geht, eine besondere Bedeutung zukommen. </p><p>Die Behandlung Abhngigkeitskranker stellt ein wichtiges Arbeitsfeld Psychologi-</p><p>scher Psychotherapeuten dar. Die Kompetenzen angestellter Psychologischer Psy-</p><p>chotherapeuten sind in allen Bereichen der Suchtkrankenversorgung und in der </p><p>Suchtforschung erforderlich, um eine hohe Versorgungsqualitt und deren Weiter-</p><p>entwicklung sicherzustellen. Die Deutsche Gesellschaft fr Suchtpsychologie (2005) </p><p>schtzt, dass in ambulanten Beratungs- und Behandlungsstellen der Suchthilfe bis </p><p>zu 500 Psychologische Psychotherapeuten, in stationren medizinischen Rehabilita-</p><p>tionseinrichtungen fr Abhngigkeitskranke bis zu 700 Psychologische Psychothera-</p><p>peuten und in Psychiatrischen Fachkrankenhusern und Fachabteilungen bis zu 400 </p><p>weitere Psychologische Psychotherapeuten in der Krankenbehandlung Abhngig-</p><p>keitskranker ttig sind. </p><p>Substanzbezogene Strungen in der vertragspsychotherapeutischen Versorgung </p><p>In den Psychotherapie-Richtlinien (zuletzt gendert am 24.04.2008) heit es in Ab-</p><p>schnitt D (Anwendungsbereiche), dass Psychotherapie neben oder nach einer soma-</p><p>tisch-rztlichen Behandlung von Krankheiten oder deren Auswirkungen angewandt </p><p>werden kann, wenn psychische Faktoren einen wesentlichen pathogenetischen An-</p></li><li><p> Psychotherapie und Suchtbehandlung </p><p>Seite 7 von 12 </p><p>teil daran haben und sich ein Ansatz fr die Anwendung von Psychotherapie bietet. </p><p>Indikation hierfr knne sein (Abschnitt D, 2.1): Abhngigkeit von Alkohol, Drogen </p><p>oder Medikamenten nach vorangegangener Entgiftungsbehandlung, d. h. im Stadium </p><p>der Entwhnung unter Abstinenz. </p><p>Gemessen an der hohen Zahl von Abhngigkeitskranken in der Allgemeinbevlke-</p><p>rung und dem groen Anteil von Patienten mit Suchterkrankungen, die im akutmedi-</p><p>zinischen Bereich behandelt werden, ist der Anteil dieser Patienten auch in der ver-</p><p>tragspsychotherapeutischen Versorgung sehr gering. </p><p>In der Gesundheitsberichtserstattung zur psychotherapeutischen Versorgung des </p><p>Robert Koch-Instituts wird ausgefhrt, dass laut Statistischem Bundesamt im Jahr </p><p>2004 insgesamt 1.019.154 Patienten mit psychischen Erkrankungen in Krankenhu-</p><p>sern behandelt worden seien. Dabei zeigt die Diagnoseverteilung von Patienten mit </p><p>psychischen Strungen in Fachabteilungen fr Psychotherapeutische Medizin im </p><p>Jahr 2004 einen Diagnoseanteil von Strungen durch psychotrope Substanzen von </p><p>ca. 15 Prozent, in Fachabteilungen fr Psychiatrie und Psychotherapie von ca. 35 </p><p>Prozent Erstdiagnosen. Im Rahmen der Rehabilitation von Patienten mit psychischen </p><p>bzw. psychosomatischen Strungen fhrten in Deutschland im Jahre 2004 insgesamt </p><p>125.101 Versicherte wegen einer psychischen Strung als Erstdiagnose eine statio-</p><p>nre Rehabilitationsmanahme im Rahmen der gesetzlichen Rentenversicherung </p><p>durch. Darunter waren lediglich 38.938 Patienten mit Suchterkrankungen (Alkohol, </p><p>Medikamente, Drogen, Mehrfachabhngigkeit), das entspricht etwa einem Drittel der </p><p>Rehabilitationsmanahmen aufgrund psychischer Strungen. </p><p>Psychische und Verhaltensstrungen durch Alkohol haben nach Daten der Kassen-</p><p>rztlichen Vereinigung Bayerns (KVB) jedoch nur einen Anteil von 1,4 Prozent an </p><p>den von Psychologischen Psychotherapeuten bzw. 1,6 Prozent von rztlichen Psy-</p><p>chotherapeuten gestellten Diagnosen. Analysen von Ablehnungsquoten zeigen auf </p><p>der anderen Seite, dass Patienten mit Suchterkrankungen hufig nicht in Behandlung </p><p>genommen werden (Zepf, 2003). Offen ist allerdings die Frage, inwieweit beispiels-</p></li><li><p> Psychotherapie und Suchtbehandlung </p><p>Seite 8 von 12 </p><p>weise ein schdlicher Konsum oder eine verdeckte Abhngigkeitserkrankung (z. B. </p><p>von Medikamenten) bei Patienten in der vertragspsychotherapeutischen Behandlung </p><p>vorliegt (sog. Dunkelziffer). </p><p>Zudem zeigt die Deutsche Suchthilfestatistik 2006 dass nur 6,9 Prozent aller Vermitt-</p><p>lungen in stationre und 7,8 Prozent aller Vermittlungen in ambulante Entwhnungs-</p><p>manahmen durch niedergelassene rzte/Psychotherapeuten vorgenommen wur-</p><p>den. </p><p>Somit zeigen sich insgesamt gesehen deutliche Versorgungsdefizite hinsichtlich der </p><p>Erreichbarkeit von Menschen mit substanzbezogenen Strungen innerhalb der ver-</p><p>schiedenen Behandlungselemente, wie auch zwischen diesen. </p><p>5. Mglichkeiten zur Verbesserung der Kooperation zwischen nie-dergelassenen Psychotherapeuten und der Su...</p></li></ul>

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