Beitrag zur Unterscheidung der Cellulose-Äther von den Cellulose-Äther-Glykolsäuren

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    15-Jun-2016

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Beitrag zur Unterscheidung der Cellulose-Xther von den Cellulose-Xther-Glykolsauren Uon Dr. Richard Nezi, Mannheim Zum Nachweis von wasserloslichen Cellulosen in Form von Methylathern oder von Glykolsaure-athern sind ver- schiedene Methoden bekannt geworden, die entweder rnit physikalischen oder mit chemischen Hilfsmitteln arbeiten. Eine Zusammenfassung der verschiedenen Moglichkeiten zur Identifizierung gab A . Hintermaier I. Nach E. Letjig'! ist das beste Reagenz zur Unterschei- dung der beiden wasserloslichen Cellulose-Derivate eine IoO/oige Tannin-Losung, die mit Methylcellulose eine Fallung ergibt, jedoch nicht mit Cellulose-glykolsaure. Fur den Nachweis der Cellulose-glykolsaure ist eine An- zahl von Reaktiorien angegeben worden, die eine Unter- scheidung ermoglichen. Einige Cellulose-glylrolsauren er- halten mehr oder weniger groi3ere Mengen an Natrium- carbonat, aus der Herstellung stammend. Auch bei der Einarbeitung der Cellulose-glykolate in Wasch- und Rei- nigungsmittel ist ein alkalisches Medium vorhanden. Die vorgeschlagenen Fallungsmittel, wie u. a. Kupfersulfat und Bleiazetat. kLnnen nicht ohne weiteres auf alkalisch reagierende Cellulose-glykolate angewandt werden, da sie aui3erdem niit den Alkalien reagieren und somit keine eindeutige Unterscheidung ermoglichen. In einer neiieren Arbeit wird von 20. Diemair und E. Liitjbeyer das Ver- halten der Tylosen gegenuber den verschiedenen Reagen- tien tabellarisch wiedergegeben. Nach den Angaben der beiden Autoren geben nur Kupfersulfat und Bleiazetat mit Cellulose-glykolaten eine Fallung. Eine O,lo/oige Celluloseather-Losung gibt mit Tannin noch eine Aus- flockung. Eine Reaktion, ahnlich der mit Tannin auf Ccl- luloseather, ist fur Cellulose-glykolate bisher nicht be- kannt. Wie nun gefunden wurde, eignet sich cine langkettige quartare Ammonium-Verbindung sicher zum Nachweis der Cellulose-glykolate. Die zur TJntersuchung zur Ver- fiigung stehenden drei Handelsmarken, Tylose-HBK, Tylose-KN 2000 und Relatin-S, geben mit D i m e t h y 1 - a 1 k y 1 - b e n z y 1 - a m m o n i u m - c h l o r i d eine weii3e flockige Fallung, wahrend Methylcellulose (zur Verfu- gung stand Tylose-SL 400) mit dem Reagenz keinen We- derschlag gab. Dieses verschiedene Verhalten bietet die Miiglichkeit, die Celluloseather von den Cellulose-glyko- laten zu unterscheiden, bzw. die Identifizierung zu sichern. Das Dimethyl-alkyl-benzyl-ammonium-chlorid wurde in Form des Handelsproduktes Zephirol verwendet. Zephirol gibt mit Natriumcarbonat, Natriumsulfat und Trinatrium- phosphat im GegensaG zu Kupfersulfat und Bleiazetat A. Hintermaier, Fette u. Stifen 51, 367; 368 [1944]. A . Letjig, Vorratspflege und Lebensmittelforschung I/362 [1938]. 3 W . Diemair und E. Lotjbeyer, Deutsche Lebensmittelrund- schau 44, 89 [ 19481. keine Fallung. Die mit Cellulose-glykolaten auftretende Fallung la& sich leicht filtrieren und auf einem Sinter- tiegel absaugen. Ob sich die Fallung auch fur eine quanti- tative Bestimmung eignet, sol1 noch gepruft werden. Fur die zur Priifung gelangten drei Cellulose-glykolate- Tylose-HBR, Tylose-KN 2000 und Relatin-S wurden fur die Zusammensetymg folgende Werte gefunden: Cellulose-glykolat 66,08 Olo 38,OO O l n 84,28 "lo Na,CO, 10,GO " i n 39.10 "io - NaCl 8,90 " l o 4,38 O l o 2,81 Qlo 12,52 o / o 10,50 Q / o HZO Rest zu 100 bestehend aus CaO und FezOs. Die Konzentrationen, die noch eine Reaktion geben, sind nachfolgend bestimmt worden. Zur Durchfuhrung der Reaktion wurden 5-6 Tropfen des Zephirols zu der Lo- sung des Cellulose-glykolates gegeben. Die angegebenen Mengen beziehen sich jeweils auf 1 OO"/oiges Cellulose- glykolat. Tylose-HBR Relatin-S I

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